Leserbrief von Jochen Gentzsch i.S. Mundschutz für Bürger aus dem Kreis Warendorf in der Stadt Münster

Nicht nur mit den Auswirkungen der Isolierung, aufgrund des nicht von uns zu verantwortenden Geschehens in der Fleischfabrik Tönnies, müssen wir leben, nun kommt auch noch die Stigmatisierung unserer Nachbarstadt dazu, die ihren Wohlstand vor allem der Kaufkraft aus dem Umland zu verdanken hat.

Ohne Not beschließt der Rat der Stadt Münster unter Vorsitz des CDU-Bürgermeisters Leve, dass Bewohner aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf generell Schutzmasken innerhalb der Stadt tragen müssen.

Dieser Beschluss wurde gefasst, obwohl zu keinem Zeitpunkt bewiesen wurde, dass sich das Virus von den Firmenangehörigen auf die Allgemeinbevölkerung übertragen hat. Die ersten Testreihen bestätigen, dass eine solche Übertragung nicht stattgefunden hat.

Alle Virologen geben an, dass ausreichender Abstand, einhergehend mit hygienischen Maßnahmen und das Tragen eines Mundschutzes in den Bereichen, wo dieser Abstand nicht eingehalten werden, kann, ausreichend sei, um ein Ausbreiten des Virus zu verhindern.

Ich finde es einen ungeheuerlichen Vorgang, uns in der vom Grundgesetz geschützten Freizügigkeit so massiv einzugrenzen. Müssen wir nicht schon genug mit erheblichen Beeinträchtigungen leben, die wir nicht zu verantworten haben?

In meinen Augen gibt es dazu nur diesen Appell:

Bürger der Kreise Gütersloh und Warendorf, fahrt nicht nach Münster zum Einkaufen und zu noch möglichen Freizeitaktivitäten.

Solche Maßnahmen würden die Stadt sicher massiv treffen, denn auch sie kann in diesen schweren Zeiten nur dann leben, wenn die Kunden aus dem Umland das Geld in der Stadt ausgeben.

Jochen Gentzsch

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