Nicht vom Stamme nimm

Auch in dieser schwierigen Zeit, in denen die Sorgen um Angehörige, Kranke, die Wirtschaft und bei einigen Wenigen auch um sich selber zunehmen, gibt es diejenigen, die eigentlich ungefragt, ohne Lob oder Ausicht auf Besserung einfach nur für fremde Menschen funktioniern sollen und tatsächlich funktionieren. Sie sind nicht vom „Stamme Nimm“. Ihnen gebührt unser Dank.

Die Verkäufer/innen im Einzelhandel, die Pfleger/innen, die Bus-, Kranken- und Taxifahrer/innen, Polizisten/-innen, Rettungssanitäter/-innen und viele andere. Arbeitnehmer/innen mit Einkommen, über die viele andere Wohlversorgte nur müde lächeln. Und gerade diese im neoliberalen Zeitalter finanziell abgehängten Berufsgruppen sollen es nun richten. Woher sie aber dafür die Motivation nehmen sollen, ist nicht zu sehen. Sie sollen in Zeiten, in denen voraussichtlich fast alles andere stillgelegt wird, funktionieren wie immer und für den Rest sorgen. Und das weiterhin ohne die Aussicht auf eine zukünftig gerechte Behandlung, Bezahlung und Ausstattung: also auch weiterhin ohne die gebotene Akzeptanz. Vielleicht lernt diese Gesellschaft aus dieser Zeit und besinnt sich darauf, dass Spekulation, Konsum und Medienpräsens völlig überbewertet sind und das Wesentliche auch gerecht entlohnt werden muss. Mit Respekt und guten Löhnen!

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