Topartikel Stadtentwicklung Stellungnahme der SPD zur Situation Benningloh I und II

Wir seitens der SPD-Fraktion verfolgen mit großer Empathie den Grundsatz, Bauwilligen in Oelde viele Möglichkeiten zur Entwicklung zu bieten. Sorgfältig achten wir aber auch darauf, dass für bereits bestehende Baugebiete und deren Anwohner keine ernsthaften Risiken geschaffen bzw. bereits vorhandene Risiken erhöht werden.

Im aktuellen Fall des bestehenden Baugebiets Benningloh I sind uns gravierende Sorgen von Anwohnern bekannt. Es drängt sich nicht nur uns die Frage auf, warum bestehende Mängel der seinerzeitigen Bauplanung nicht schon längst behoben sind.

Mit seinem offenen Brief vom 08.09.2017 hat Herr Karl-Ludwig Hoer als Vertreter der Anwohner des bestehenden Baugebiets Benningloh I die Situation noch einmal sehr deutlich beschrieben. Insbesondere bei der Auslegung der Regenrückhaltebecken werden Zweifel angemeldet, dass die richtigen Kriterien angesetzt werden. Beide Baugebiete, Benningloh I und Benningloh II, wären zukünftig als eine Einheit zu sehen, denn sie würden am Ende beide über ein erweitertes Regenrückhaltebecken II – dem sogenannten Schwanenteich – in den Maibach entwässert. Während die bisherige Planung von einem 5-jährigen Regenereignis für das erste Regenrückhaltebecken ausgeht, wird für das zweite Regenrückhaltebecken ein 20-jähriges Ereignis unterstellt.

Die Anwohner haben dazu den renommierten und deutschlandweit anerkannten Fachmann, Herrn Prof. Dr. Heiko Sieker um seine Einschätzung gebeten. Die Antwort war, dass Regenrückhaltebecken, die in offene Gewässer abgeleitet werden, für ein 100-jähriges Ereignis auszulegen sind. Hier besteht dringender Klärungsbedarf.

Die bisher vorgelegten Pläne sagen nichts Konkretes darüber aus, wie die geplanten Überläufe der beiden Regenrückhaltebecken gestaltet werden. Insbesondere werden bislang keine Angaben gemacht, welches Puffervolumen hinter dem Schwanenteich zur Verfügung gestellt werden. Was geschieht, wenn dieses nicht ausreicht?

Bislang haben wir vom Bürgermeister und der Verwaltung stets vernommen, dass mit der Bebauung von Benningloh II eine deutliche Verbesserung für das bestehende Baugebiet Benningloh I angestrebt wird.

Dem Schreiben des Ingenieurbüros Bockermann Fritze vom 13.09.2017 an Herrn Prof. D. Sieker entnehmen wir, den Hinweis: „Insgesamt wurde durch die Stadt Oelde als Zielvorgabe für die Neuplanung der Entwässerung Benningloh II vorgegeben, mit der Erweiterung den Überflutungsschutz auch für das bestehende Baugebiet I nach Möglichkeit zu verbessern, in jedem Fall aber nicht zu verschlechtern

Meine Damen und Herren, was soll man denn nun eigentlich glauben? Die Verlautbarungen der Stadt als Auftraggeber und die der Firma Bockermann Fritze stehen in krassem Widerspruch zueinander. Auch hier besteht dringender Klärungsbedarf. In Anbetracht der Fülle offener Fragen beantragt die SPD-Fraktion die Absetzung des Tagesordnungspunkts und spätere Wiederaufnahme, sofern konkrete Pläne auf dem Tisch liegen – und zwar nach dem Stand der Technik und mit den gebotenen Folgeabschätzungen.

Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten – für die Stadt Oelde, für die Anwohner im Baugebiet Benningloh I und für die Bauwilligen im Baugebiet Benningloh II – erscheint uns diese Vorgehensweise mehr als geboten.

-Vorgetragen von Frau Beatrix Koch (SPD) in der Sitzung für Planung und Verkehr am 14. September-

Veröffentlicht am 22.09.2017

 

Senioren Schlecht aufgestellt

Eine Auswertung der aktuellen Pflegeplanung des Kreises Warendorf ergab:

In Oelde sind aktuell 21 % der Bevölkerung 65 Jahre und älter. Der Schnitt ist im Kreisvergleich hoch.

Aber Oelde hat die niedrigste Quote an Pflegeplätzen. Gemessen wird diese an Plätzen pro 1000 Einwohner. Hier liegt Oelde bei nur 25 Plätzen. Kreisweit liegt der Schnitt stationärer Plätze bei 47. Oelde ist letzter.

Oelde hat mit 39% andererseits die höchste Zahl an Pflegebedürftigen, die auswärts untergebracht werden muss.

In Oelde gibt es aktuell keine Tagespflegeplätze. Diese sind jedoch unumstritten wichtig, um älteren Menschen Abwechslung, Zuspruch, Unterhaltung etc. zu geben, aber auch Familien -die sich beispielsweise um Angehörige kümmern- tageweise zu entlasten. Es gibt also noch viel zu tun.

Veröffentlicht am 30.08.2017

 

Kommunalpolitik Leserbrief

Hier der in der heutigen Ausgabe der Glocke abgedruckte private Leserbrief von J.-Francisco Rodriguez im Original:

Frisch aus dem Urlaub zurück, las ich nun die Ausgaben unserer Heimatzeitung der letzten zwei Wochen. Als ich bei der Mittwochausgabe der letzten Woche ankam, musste ich einen Absatz dreimal lesen. Der Initiativkreis Wirtschaft Oelde (Iwo) nimmt darin zur geplanten Ansiedlung von Amazon Stellung. Zitat:“  Wir wünschen uns allerdings frühzeitig einen Runden Tisch ..., um darauf einwirken zu können, dass mit dem zusätzlichen Druck auf den hiesigen Arbeitsmarkt, insbesondere im Niedriglohnbereich, keine negativen Folgen für die heimischen Arbeitgeber, etwa im Handwerk, bei der Gastronomie und bei sozialen Dienstleistungen entstehen.“ Übersetzt heißt dies, der Iwo fordert, Amazon solle doch bitte nicht zu hohe Löhne zahlen, sonst könnten die - aktuell schlecht bezahlten - Oelderinnen und Oelder, die im „Niedriglohnbreich“ beschäftigt sind, ihre derzeitigen Jobs kündigen. Nun weiß der normal informierte Mensch, dass man bei Amazon wahrlich keine Reichtümer erarbeiten kann. Seit Jahren kämpft Verdi um eine bessere Tarifanbindung des Versandgiganten. Welches Menschenbild muss also beim Iwo herrschen, angesichts von  Millionen von Menschen die für Löhne arbeiten müssen, die nicht zur Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben reichen. Millionen von Kindern sind von Armut bedroht. Die Altersarmut wird in diesem, ach so reichen Lande, rapide wachsen, weil die Erwerbsbiographien – auch in Oelde – nicht mehr dem „Durchschnittsbeitragszahler“ entsprechen. Und, ja, auch meine SPD ist daran schuld – keine Frage. Aber Menschen höhere Einkommen durch Absprachen vorenthalten zu wollen – das hat mit den Grundwerten der sozialen Marktwirtschaft jedoch rein gar nichts mehr zu tun. Das grenzt an organisierte Ausbeutung.

Veröffentlicht am 21.08.2017

 

Kommunalpolitik Amazon

Nichts gegen ein Engagement Amazons in Oelde.

Auch nicht, wenn man bedenkt, dass diese Firma wohl den größten Teil ihres Gewinns in Irland versteuert.

Aber viel gegen die Tatsache, dass Amazon keine Tarifverträge mit ihren Angestellten abschließt. Das ist nicht hinnehmbar...(r.f.)

Veröffentlicht am 18.08.2017

 

Kommunalpolitik Stromberger Lehrschwimmbecken

Dankenswerter Weise hat sich die Oelder CDU ein Bild vor Ort an der Lambertus-Schule in Stromberg gemacht und damit ein gutes Beispiel für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gegeben.

Dass sie sich nun aber darüber beklagt, rund 60% der Zehnjährigen in Deutschland würden nicht schwimmen können, hat sicher nichts mit der Situation in Stromberg an sich zu tun. Dort herrscht in dieser Hinsicht zweifelsohne der Himmel auf Erden – auch ohne Lehrschwimmbecken.

Denn wir erinnern uns. Die Landesgartenschau 2001 nahm die Stadt Oelde seinerzeit finanziell dermaßen stark in Anspruch und als Folge hatte der damalige Oelder CDU-Bürgermeister eine Schließung des Stromberger Freibads dem Rat zur Abstimmung vorgeschlagen. Erst durch den erbitterten Widerstand der Stromberger und durch Gründung des Fördervereins Gasbachtal wurde das Freibad bis zum heutigen Tag gerettet, mit großem ehrenamtlichem Engagement und überschaubaren städtischen Mitteln vorbildlich weiterentwickelt. Das Freibad wurde zu einem Anziehungspunkt, der in die gesamt Region strahlt und Menschen anzieht.

Wegen einer nahegelegenen Biogasanlage und der damit verbundenen kostengünstigen Abwärmenutzung für die Badbeheizung konnten nicht nur Kosteneinsparungen realisiert werden, sondern auch eine für unsere Breitengrade vergleichsweise extrem lange Nutzungssaison. Und die dauert aktuell vom 18.03.2017 bis zum 05.11.2017, also ganze 233 Tage!

Und von der Lambertus-Schule bis zum Stromberger Freibad ist es nicht allzu weit. Insofern fragt man sich, warum die Oelder CDU das in unmittelbarer Nähe befindliche Stromberger Freibad nicht dadurch stärken möchte, indem – immerhin an 233 Tagen im Jahr – zu überschaubaren Kosten dort Schüler schwimmen lernen könnten. Daraus entstünden Einnahmen für das Freibad, die für dessen Betrieb und Weiterentwicklung genutzt werden könnten, unter Wegfall der Unterhaltskosten für das Lehrschwimmbecken an der Lambertus-Schule.

Wie bekannt, ist nicht nur die Oelder CDU besorgt um den städtischen Haushalt. Aber bereits jetzt schon einmal vorab ihrerseits 80 bis 100 Tausend Euro für ein isoliertes Einzelprojekt in den Raum zu stellen entspringt wohl eher einer voreiligen „Ich-wünsch-mir-was-Mentalität“, die offensichtlich an den realen Bedürfnissen vieler Menschen vor Ort vorbei geht.

Alternativ mit dem Förderverein Gasbachtal betreffend Übernahme von Aufgaben des Lehrschwimmbeckens ins Gespräch zu gehen, mit den Zielen Synergien zu nutzen, anstatt dem kommunalen Träger der Schule Jahr für Jahr die Kosten für ein Prestigeobjekt tragen zu lassen, wäre sicher eine gute Idee.

Veröffentlicht am 03.08.2017

 

Allgemein Summer in the City

Bisweilen ist der Sommer auch in Oelde so, dass es eine Lust ist, draußen auf dem Marktplatz unter den hohen, alten und romatischen Bäumen zu sitzen, der Blick schweift über die Blumen des Rondells, die Rechte umfasst locker das Bierglas ...(r.f.) 

Veröffentlicht am 18.07.2017

 

Veranstaltungen Margarethen Kirmes

Richtig viel los! Vor allem viele Kinder...(r.f.)

Veröffentlicht am 16.07.2017

 

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