Nachrichten zum Thema Arbeit und Wirtschaft

Arbeit und Wirtschaft Offener Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der GEA Group AG

Rat der Stadt Oelde – Ratsstiege 1 – 59302 Oelde

GEA Group Aktiengesellschaft
Vorstand und Aufsichtsrat
Peter-Müller-Str. 12

40468 Düsseldorf

OFFENER BRIEF

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Vertreter der Oelder Bürgerinnen und Bürger und somit auch vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GEA am Standort Oelde verfolgen wir aufmerksam, aber auch mit Sorge, die Entwicklungen in Ihrem Unternehmen. In zahlreichen Gesprächen sind die Sorgen der Beschäftigten an uns herangetragen worden.

Seit der Ankündigung Ihres Umbauprogramms „Fit for 2020“ ist eine beträchtliche Unruhe in Teilen unserer Bevölkerung entstanden. Der Abbau von Arbeitsplätzen aufgrund der Auslagerung bestimmter Unternehmensbereiche ist für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger eine bedauerliche Entwicklung. Numerisch bedeutet dies eine deutliche Schwächung des GEA Standortes Oelde, auch wenn er weiterhin der größte Standort der GEA bleiben sollte.

Nun können und wollen wir uns nicht in die betriebswirtschaftlichen, strategischen Ziele eines Unternehmens einmischen. Wir möchten aber an Sie alle appellieren, noch einmal gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Oelder Beschäftigten über mögliche Alternativen nachzudenken und die Bereitschaft zu einem möglichen Kompromiss aufrechtzuerhalten.

Wir wünschen uns den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze hier am Standort in Oelde, der in der Vergangenheit immer zu den leistungsstärksten Standorten Ihres Unternehmens gehört hat, dies sicherlich auch aufgrund des Engagements einer hoch motivierten und leistungsbereiten Belegschaft.

Insbesondere möchten wir Sie bitten, im Prozess der Umgestaltung des Unternehmens dem Grundsatz von Transparenz, Dialog und Fairness in besonderer Weise Rechnung zu tragen, um so die Motivation der Beschäftigten zu erhalten und eine größtmögliche Akzeptanz zu schaffen.

Ausdrücklich begrüßen wir das Bekenntnis der GEA zum Ausbildungsstandort Oelde. Die GEA gibt auch in 2015 wieder 50 jungen Menschen die Möglichkeit einer qualifizierten Berufsausbildung. Geben Sie diesen ausgebildeten Fachkräften auch nach ihrer Ausbildung eine Perspektive im Unternehmen.

In der Hoffnung, dass unser Appell Beachtung findet und möglichst viele Arbeitsplätze in Oelde erhalten bleiben, verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Karl-Friedrich Knop 
Andre Drinkuth 
J.-Francisco Rodriguez
Ralf Niebusch
Barbara Köß
Markus Westbrock 
Martin Wilke

Veröffentlicht am 23.09.2015

 

Arbeit und Wirtschaft Ein Skandal, der in Deutschland seinesgleichen sucht

Hier der Text des Leserbriefes von Frau Maria Reismann und Herrn Bernhard Kemper von der Oelder KAB zum Thema GEA:

"Mit Befremden sieht die KAB Oelde die Entwicklung im GEA-Konzern am Standort Oelde. Wir teilen die Sorge der Mitarbeiter und erklären uns mit ihnen solidarisch. Die GEA betreibt einen Umbauprozess, der in erster Linie den Aktionären dient. Es darf keinen Stellenabbau zu Lasten der Menschen und des Standorts Oelde geben, um Kapitalinteressen zu bedienen. In der Zeit der Globalisierung suchen die Firmen nach immer billigeren Arbeitskräften weltweit und setzen eine Abwärtsspirale in Gang. Der eine Standort blutet für den anderen. Ob die ausgelagerten Arbeitsplätze langfristig erhalten bleiben, muss bezweifelt werden.

Die KAB Oelde erklärt sich solidarisch mit dem Betriebsrat, der unter erheblichem Druck steht, und fordert insbesondere, die Arbeitsplätze in Oelde zu erhalten. Die Unternehmensberatung Accenture organisiert offensichtlich im Betrieb die Einarbeitung der rumänischen und anderer Arbeitskräfte. Dies stellt einen Angriff auf den Betriebsfrieden dar und zeigt die Unverfrorenheit des kapitalbetriebenen Umbaus. Die Arbeitnehmer sollen sich selbst überflüssig machen. Wir nennen das einen Skandal, der in der Geschichte von Unternehmensumstrukturierungen in Deutschland seinesgleichen sucht.

Der geschäftsführende Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft, Jürg Oleas, hat laut Presse geschrieben: ‚Der Erfolg unserer Gruppe hat viele Gründe: allen voran die Menschen bei GEA, die Exzellenz ihrer Arbeit und ihre Motivation.‘ Das jetzige Vorgehen des Konzerns zerstört die Motivation der Beschäftigten, entzieht dem Erfolg des Unternehmens eine zentrale Grundlage und handelt damit gegen eigene Interessen. Aus Sicht der KAB gilt: Die Sozialpartnerschaft und die Mitbestimmung in Deutschland sind für uns ein hohes Gut. Sie sind zwei Standortvorteile, die deutsche Firmen groß gemacht haben. Als KAB halten wir an dem in der Katholischen Soziallehre festgeschriebenen Vorrang der Arbeit vor dem Kapital fest. Wo die Interessen der arbeitenden Menschen verletzt werden, wird die Menschenwürde mit Füßen getreten."

Veröffentlicht am 19.09.2015

 

Arbeit und Wirtschaft Leserbrief von Herrn Oliver Seifert

Hier der in der heutigen Ausgabe der Glocke abgedruckte Leserbrief zum Thema Arbeitsplatzabbau bei GEA (Westfalia Separator):

„In diesen Zeiten, in denen internationale Solidarität und Völkerfreundschaft praktisch vorbildlich gelebt wird, in denen wir Menschen helfen, die im Syrienkrieg ihr Hab und Gut und oft auch Angehörige verloren haben, spielt der Gea-Konzern Menschen unterschiedlicher Nationalitäten gegeneinander aus, entmenschlicht sie zu austauschbaren Kostenfaktoren, tritt die Völkerfreundschaft mit Füßen.

Das ist leider kein Einzelfall. Unverständlich jedoch, dass sich der Bürgermeister bei diesem Thema so zurückhaltend verhält. Viele der vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Gea-Mitarbeiter dürften doch Oelder Bürger sein. Dazu kommen ja auch noch deren Angehörige, vielleicht Kinder und Senioren, die auf Unterstützung angewiesen sind. Insgesamt sicher weit mehr als 200 Menschen. Wäre da nicht zumindest eine deutliche Solidaritätsbekundung möglich gewesen? Darüber hinaus ein Vorschlag an den Gea-Konzern: Sollten im Zuge des Arbeitsplatzabbaus in Oelde Büroräume frei werden, stellen sie diese doch bitte – kostenlos – als Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung. Vielleicht hilft das ihrem ramponierten Image wieder etwas auf die Beine.“

Veröffentlicht am 12.09.2015

 

Arbeit und Wirtschaft Gott sei Dank

Die Fa. Hammelmann bleibt in Oelde. Zeit, die Glocken zu läuten ...(r.f.)

Veröffentlicht am 27.07.2012

 

Arbeit und Wirtschaft Wir brauchen ihr Geld

Ein seeehhr interessanter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom letzten Freitag von Catherine Hoffmann:

Würden die Wohlhabenden in der Euro-Zone 40 Prozent ihres Vermögens an den Staat überweisen, wären auf einen Schlag alle öffentlichen Schulden getilgt.

Rückkehr zum Sozialismus? Inmitten der Krise klingen Forderungen nach Vermögensabgaben und Zwangsanleihen für Reiche wie linksradikaler Populismus. Doch so abwegig sind die Ideen gar nicht.
Vermögensabgabe, Zwangsanleihen, Lastenausgleich - bei den Reichen abzukassieren, das sieht auf den ersten Blick wie linksradikaler Populismus aus. Inmitten der Krise sind Forderungen nach drakonischen Reichtumssteuern vermutlich noch populärer als Milliardärs-Bashing. Dass sie ausgerechnet beim biederen deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Anklang finden könnten, überrascht dann doch."

Veröffentlicht am 16.07.2012

 

Arbeit und Wirtschaft Fünf Jahre Hartz IV

Nun, der Herr Hartz ist ja nun auch irgendwie arbeitslos geworden. Man rechnet ja schließlich Bordellbesuche nicht über die Firma ab. Aber ob er nun Hartz IV bekommt, ist zweifelhaft. Auge um Auge, Hartz um Hartz ...

Aber ernsthaft, was hat's gebracht?

1. Wir haben keinen Arbeitslosen weniger, ein paar Frührentner mehr, viele in "Bildungswarteschleifen", viele in Weiterbildungswarteschleifen.
2. Es gibt mehr Minijobs und daraus resultierend Druck auf viele Betriebe, hier zu schummeln. (Beispiel, man mache aus einem richtigen Job zwei Minijobs, lasse den Beschäftigten in der Firma, rechne einen Minijob korrekt mit ihm ab, den zweiten über seine Tante oder meinentwegen über die Oma. Zur Zeit gibt es da mehrere Razzien.
3. Die Zahl der Leiharbeiter hat zugenommen, Hire-and Fire "Material" - genau so werden diese Leute behandelt - für viele Firmane. Und wer da von der Industrie oder dem Handel nicht mitmacht, hat schlechte Karten im Konkurrenzkampf.
4. Ganze Schichten der Bevölkerung sind exploitiert, enteignet, und in prekäre Lebensituationen gedrückt worden, aus denen sie Zeit ihres Lebens in der Regel nicht mehr hinauskommen.

Und alle diese können sich über die Steuererleichterungen der F.D.P. freuen, damit mehr Netto von immer wenigerem Brutto bleibt ... (r.f.)

Veröffentlicht am 03.01.2010

 

Arbeit und Wirtschaft Das falsche Signal

Oelde will sich als Bildungsstandort aufstellen. Alle Schultypen, eine Akademie für Techniker. Schließlich ist - Krise hin oder her - ein massiver Fachkräftemangel vorhersehbar. Und in dieser Situation wird wohl eine größere Oelder Firma im kommenden Jahre keinen einzigen ihrer Auszubildenden übernehmen. Läßt die momentane, von gewissenlosen Bankern angerichtete Krise, den Betrieben wirklich keine andere Wahl?...(r.f.)

Veröffentlicht am 09.12.2009

 

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