Stromberger Lehrschwimmbecken

Kommunalpolitik

Dankenswerter Weise hat sich die Oelder CDU ein Bild vor Ort an der Lambertus-Schule in Stromberg gemacht und damit ein gutes Beispiel für ihre ehrenamtliche Tätigkeit gegeben.

Dass sie sich nun aber darüber beklagt, rund 60% der Zehnjährigen in Deutschland würden nicht schwimmen können, hat sicher nichts mit der Situation in Stromberg an sich zu tun. Dort herrscht in dieser Hinsicht zweifelsohne der Himmel auf Erden – auch ohne Lehrschwimmbecken.

Denn wir erinnern uns. Die Landesgartenschau 2001 nahm die Stadt Oelde seinerzeit finanziell dermaßen stark in Anspruch und als Folge hatte der damalige Oelder CDU-Bürgermeister eine Schließung des Stromberger Freibads dem Rat zur Abstimmung vorgeschlagen. Erst durch den erbitterten Widerstand der Stromberger und durch Gründung des Fördervereins Gasbachtal wurde das Freibad bis zum heutigen Tag gerettet, mit großem ehrenamtlichem Engagement und überschaubaren städtischen Mitteln vorbildlich weiterentwickelt. Das Freibad wurde zu einem Anziehungspunkt, der in die gesamt Region strahlt und Menschen anzieht.

Wegen einer nahegelegenen Biogasanlage und der damit verbundenen kostengünstigen Abwärmenutzung für die Badbeheizung konnten nicht nur Kosteneinsparungen realisiert werden, sondern auch eine für unsere Breitengrade vergleichsweise extrem lange Nutzungssaison. Und die dauert aktuell vom 18.03.2017 bis zum 05.11.2017, also ganze 233 Tage!

Und von der Lambertus-Schule bis zum Stromberger Freibad ist es nicht allzu weit. Insofern fragt man sich, warum die Oelder CDU das in unmittelbarer Nähe befindliche Stromberger Freibad nicht dadurch stärken möchte, indem – immerhin an 233 Tagen im Jahr – zu überschaubaren Kosten dort Schüler schwimmen lernen könnten. Daraus entstünden Einnahmen für das Freibad, die für dessen Betrieb und Weiterentwicklung genutzt werden könnten, unter Wegfall der Unterhaltskosten für das Lehrschwimmbecken an der Lambertus-Schule.

Wie bekannt, ist nicht nur die Oelder CDU besorgt um den städtischen Haushalt. Aber bereits jetzt schon einmal vorab ihrerseits 80 bis 100 Tausend Euro für ein isoliertes Einzelprojekt in den Raum zu stellen entspringt wohl eher einer voreiligen „Ich-wünsch-mir-was-Mentalität“, die offensichtlich an den realen Bedürfnissen vieler Menschen vor Ort vorbei geht.

Alternativ mit dem Förderverein Gasbachtal betreffend Übernahme von Aufgaben des Lehrschwimmbeckens ins Gespräch zu gehen, mit den Zielen Synergien zu nutzen, anstatt dem kommunalen Träger der Schule Jahr für Jahr die Kosten für ein Prestigeobjekt tragen zu lassen, wäre sicher eine gute Idee.

 
 

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