Leserbrief von Herrn Oliver Seifert

Arbeit und Wirtschaft

Hier der in der heutigen Ausgabe der Glocke abgedruckte Leserbrief zum Thema Arbeitsplatzabbau bei GEA (Westfalia Separator):

„In diesen Zeiten, in denen internationale Solidarität und Völkerfreundschaft praktisch vorbildlich gelebt wird, in denen wir Menschen helfen, die im Syrienkrieg ihr Hab und Gut und oft auch Angehörige verloren haben, spielt der Gea-Konzern Menschen unterschiedlicher Nationalitäten gegeneinander aus, entmenschlicht sie zu austauschbaren Kostenfaktoren, tritt die Völkerfreundschaft mit Füßen.

Das ist leider kein Einzelfall. Unverständlich jedoch, dass sich der Bürgermeister bei diesem Thema so zurückhaltend verhält. Viele der vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Gea-Mitarbeiter dürften doch Oelder Bürger sein. Dazu kommen ja auch noch deren Angehörige, vielleicht Kinder und Senioren, die auf Unterstützung angewiesen sind. Insgesamt sicher weit mehr als 200 Menschen. Wäre da nicht zumindest eine deutliche Solidaritätsbekundung möglich gewesen? Darüber hinaus ein Vorschlag an den Gea-Konzern: Sollten im Zuge des Arbeitsplatzabbaus in Oelde Büroräume frei werden, stellen sie diese doch bitte – kostenlos – als Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung. Vielleicht hilft das ihrem ramponierten Image wieder etwas auf die Beine.“

 
 

Kommentare

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Solidarität....

....ist angebracht, wenn diese sich nicht in bloßen Mitleidsbekundungen erschöpft, sondern in Taten. Merkwürdig ist, dass die Argumentation, dass Ausländer den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen, bisher immer ein RECHTES Argument war. Ist es jetzt auch ein LINKES Argument, nur weil die Arbeit ins Ausland wandert?

Autor: Holger Kaiser, Datum: 12.09.2015


 

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