Leserbriefe

Man muss kein Hellseher sein!

In der Ausgabe vom 29.04.10 der "Glocke" ist die Rat- und Tatenlosigkeit der CDU in Form von Landtagskandidatin Birkhahn nach zu lesen. Ihre Antwort auf eine Bürgerfrage, was mit dem dreigliedrigen Schulsystem passiere, wenn es in zehn Jahren keine Hauptschulen mehr gibt, lässt die besorgten Eltern von Schülerinnen und Schülern mehr als im Regen stehen. Sie beruft sich auf Ihre Ahnungslosigkeit und anscheinende Unfähigkeit einen längeren Zeitraum schulpolitisch überblicken zu können – wobei 10 Jahren in diesem Thema eher mittelfristig zu nennen sind. Sie verspricht aber, sobald sich Probleme in 10 Jahren ergeben werden, dann darauf zu reagieren.
Diese Einstellung ist an Kurzsichtigkeit und Unwissenheit, wie Schule funktioniert nicht zu überbieten. Wir wissen, dass wir auf einen Abgrund zufahren, aber wir bremsen nicht und drehen auch nicht am Lenkrad in der Hoffnung, irgendjemand schüttet den Abgrund zu? Wir müssen doch heute schon an morgen denken und die Weichen für ein chancengerechtes und gut funktionierendes Schulsystem schaffen. Wir in der SPD haben die Zukunftsidee der Gemeinschaftsschule - alle Schulformen unter ein Dach. So bleiben alle Schulformen erhalten - besonders bei uns im ländlichen Bereich - und jedes Kind kann seinen Fähigkeiten entsprechend individuell gefördert werden. Wenn die CDU keine Antworten hat - das ist die Antwort der SPD.

 

Gibt Oelder Wirtschaft Hauptschülern keine Chance?

Leserbrief von Katharina Noll
Journalistin, Maurer, Tierarzt, Bäcker... vielen Jugendlichen fällt die Berufswahl nicht leicht. Was macht mir Spaß, was kann ich gut?
Ein Praktikum, das an jeder weiterführenden Schule angeboten wird, kann helfen, erste Einblicke und Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln.
Schade allerdings, dass manche Schüler gar nicht erst einen Praktikumsplatz bekommen.
Nicht, weil sie sich nicht bemühen, sondern weil sie anscheinend die falsche Schule bekommen.
So fragten in den vergangenen Wochen Oelder Hauptschüler nach Praktikumsplätzen für den nächsten Frühling. Viele bekamen zu hören, man habe für die nächsten Jahre bereits genug Praktikanten. Man sei sogar bis 2012 "voll". Schließlich stellte sich jedoch heraus, dass man aus Prinzip keine Hauptschüler annimmt, weil "die ja sowieso kein Abitur machen". Praktikumsplätze gab es noch in Hülle und Fülle.
Mit welchem Recht werden engagierte Jugendliche nicht nur in eine Hauptschüler-Schublade gesteckt, sondern von Personalchefs und Abteilungsleitern offensichtlich angelogen? Sehen so moderne Führungsqualitäten aus? Warum nimmt man diesen Jugendlichen die Chance, sich zu beweisen, die eigenen Fähigkeiten auszutesten? Haben Oelder Unternehmen kein Interesse an engagiertem Nachwuchs aus der Region? Und was bedeutet das für den Bildungsstandort Oelde?
Dies alles sind Fragen, die nicht nur Ausschüsse und den Stadtrat beschäftigen sollten, sondern auch die Oelder Bürger und die Unternehmen, die weiterhin qualifizierte Arbeitskräfte haben wollen?

 

Leserbrief von Ralf Dickmann

Interessiert bis bestürzt habe ich den Artikel über die Jungwählerinnen zur Kenntnis genommen. Dort berichten vier junge Menschen, dass sie sich nicht informiert sehen, und sich wünschen, von Parteien mehr zu erfahren. Und dass auf Informationswegen, die sie selber nutzen, zum Beispiel Schüler-VZ. Ich persönlich habe Schwierigkeiten damit, eine Plattform im Internet zu nutzen, die erwachsene Menschen als unerwünscht benennt. Allerdings hat jede Partei in Oelde einen eigenen Internetauftritt mit dem jeweiligen kompletten Wahlprogramm. Generell bin ich der Meinung, dass Politik für Menschen gemacht wird. Und diese menschliche Komponente, die ja auch vom Austausch lebt, ist in der virtuellen Welt nicht erhältlich.

In der Alten Post in Oelde hat eine Veranstaltung speziell für junge Leute zur aktuellen Kommunalwahl stattgefunden. Sie wurde lediglich von sechs Personen besucht. Wo war die interessierte Jugend, für die diese Veranstaltung gemacht war? Dann gab es von Parteien gesonderte Erstwählerbriefe, in denen auch Inhalte transportiert wurden. Man muss sie nur lesen! Für den Fall, dass jemand die Zeitung studieren möchte, aber kein Abonnement hat: In der Stadtbibliothek liegt immer ein aktuelles Exemplar aus.

Damit komme ich zu einem Punkt, der mir besonders am Herzen liegt: Nicht die Parteien sind primär zuständig für eine politische Sozialisation, sondern das Elternhaus und die Schule. Dort sollten nicht nur die Grundsteine gelegt werden für ein generelles Politik- und Demokratieverständnis, sondern meiner Meinung nach auch die Fertigkeit, sich Informationen dort abzuholen, woher sie stammen.
Nicht umsonst haben die Kandidaten ihre persönlichen Daten veröffentlicht, man kann dort tatsächlich anrufen und seine Fragen loswerden.

 

Demokratie üben

Leserbrief von Andrea Hunkenschroer

Die Kommunalwahl fördert das Interesse der Bürger zu Themen unserer Stadt kolossal. Das ist löblich; so wünsche ich mir eine lebendige Stadt. Entscheidungen sollen mit Hilfe einer breiten Unterstützung der Bevölkerung getroffen werden.
Auch Bürgerentscheide tragen zu solch einem lebendigen Prozess bei. Mit dem Thema "offener Stadtpark - kontra eintrittsbezogener Vierjahreszeitenpark" könnten wir gegen Politikverdrossenheit angehen. (Gemeint ist nicht die Abschaffung des Zaunes. Er ist z.B. für die Durchführung von Veranstaltungen praktisch.) Alle Bürger, ob jung oder alt, haben einen Bezug zu unserem schönen Stadtgarten und können daher mitreden.
Sie glauben, eine Befragung lohnt nicht? Sie glauben, die Mehrheit ist, aus Angst vor Vandalismus, sowieso dafür, dass der Park Eintritt kostet?
Eine Befragung auf der Gewerbeschau spiegelte genau diesen Eindruck wider. Aber war die Befragung repräsentativ? Hat vorher eine Auseinandersetzung mit dem Thema stattgefunden? Ca. 9.000 Parkkartenbesitzer im Vergleich zu 30.000 OelderInnen sind für mich keine Mehrheit; zumal die meisten der Kartenbesitzer die Karte ausschließlich wegen des Freibades besitzen.
Eintrittsgelder finanzieren nicht den Park, sie finanzieren die Organisation rund um die Eintrittsgelder. Das Hauptargument für die Parkkarten ist eine Reglementierung der Parkbesucher. Vandalen sollen abgeschreckt werden. Wir denken sofort an Jugendliche und grenzen sie aus. Das hat auch bisher funktioniert. Gäste aus außerhalb oder Nichtparkkartbesitzer, die nur einen kurzen Spaziergang machen möchten, bewundern so jedoch auch nicht unseren Stadtpark.
Mich erschreckt auch, dass die Gleichsetzung von Jugendlichen mit Randalierern so wenig Empörung in der Bevölkerung auslöst. Jugendliche waren gestern noch Kinder und sind morgen die Menschen, die unsere Rente bezahlen sollen. Wenn es ein extremes Problem mit ihnen in Oelde gibt, sollten wir uns diesem Problem nicht lieber stellen? Ist Ausgrenzen nicht eine etwas zu einfache Lösung? Wo könnten wir Einfluss nehmen? Sind evtl. abgeknickte Blumen und ein paar Glasscherben am ehemaligen "Pilz" (jetziger Kirchengarten) nicht besser, als die Demonstration der Antipathie gegen diese Bevölkerungsschicht? Wird der Frust nicht auch dadurch geringer, in dem wir die Heranwachsenden nicht vor geschlossenen Toren stehen lassen? Wieviel Verantwortung möchten wir für die Entwicklung unserer Gesellschaft übernehmen? Und was spricht gegen eine Bürgerbefragung?
Im Jahr 2011 kann der Park frühestens eintrittsfrei gestaltet werden. Bis dahin ist Zeit zu diskutieren. Letzten Dienstag hat man im Paulusheim gesehen, wie gut Diskussionsabende angenommen werden. Weiter so, Oelde.
Egal wie eine Abstimmung ausgehen würde, durch die Beschäftigung mit diesen Fragen hätten wir einen Prozess in Gang gesetzt; Demokratie geübt, Politik auch nach der Kommunalwahl interessant gestaltet und eine lebendige Atmoshpäre in Oelde verbreitet, an der alle beteiligt sind.

 

Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe…

Leserbrief von Andreas Fischer

Es ist richtig, dass man die Aufkleber und Schmierereien mit jenem dumpfen Inhalt, die seit geraumer Zeit in dieser Stadt auftauchen, eigentlich gar nicht erwähnen sollte, schenkt man doch den frustrierten Verursachern dieser armseligen Werke zu viel Aufmerksamkeit…
Die Frage die ich mir nur immer wieder stelle, wie kommt es dazu, dass in diesem sozialen Raum, der sich Oelde nennt, solche Gedanken produziert werden?
Was passiert hier? Was läuft falsch? Wie kommt es dazu, dass hier plötzlich Menschen ihr niedriges Gedankengut verbreiten können, ohne das es die breite Öffentlichkeit wahrnimmt, oder aber verharmlost und nicht eben aufschreit?
Schon oft ist im Jugendhilfeausschuss angesprochen worden, dass direkte soziale Arbeit, Be-ziehungsarbeit ist, nicht vollends planbar, wie ständig von der Verwaltung propagiert. Ebenso sind die niedrigen Übergänge in Ausbildung kritisch diskutiert worden.
Es gab dazu sogar einen Beschluss des Jugendhilfeausschusses, einen zusätzlichen Sozialar-beiter einzustellen, der sich nur mit diesen Themenfeldern beschäftigen sollte, leider im Rat der Stadt von den Mehrheitsfraktionen abgelehnt.
Im Sozialausschuss wurde immer wieder erwähnt, dass mehr Menschen in den Genuss eines Familienpasses kommen müssten, um am wichtigen integrativem Leben in dieser Stadt teil-nehmen zu können, leider waren die Verwaltung und die Mehrheitsfraktionen anderer Mei-nung.
Eines ist nämlich klar: Das Werk der oben erwähnten Angelegenheit, ist das von alleine gebliebenen Verlierern unseres Systems, die nur noch eine Chance darin sehen, bemerkt zu werden, indem sie sich auf diese Art artikulieren.

Kommen wir doch einfach von unserer Wolke herunter und erkennen, dass auch in dem So-zialraum Oelde nicht immer nur die Sonne scheint und tragen dem endlich Rechnung!

Denn wie schon die Ärzte erkannt haben: „Ihre Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Lie-be…“

 

Bürger entscheiden über die Zukunft des Park`s

Leserbrief von Matthias Bartsch

Liebe Familie Vosseberg und Oelder Bürger.

Ich bin ganz Ihrer Meinung,. Hunde bzw. ihre Hinterlassenschaften haben auf einem Kinderspielplatz nichts zu suchen doch wo fängt im Park der Spielplatz an und wo hört er auf?
Ich wünsche mir ein Miteinander aller Bürger und nicht das Kategorische Ausgrenzen von einzelnen Personengruppen schon im Vorfeld einer beginnenden Diskussion. Es geht darum einen Gemeinsamen Weg zu finden. Die Diskussion ist nicht ganz neu und Sicherlich gibt es noch viele weitere Einzelheiten und Fragen Rund um die Zukunft des Park`s zu klären. Aber nun doch noch mal zu den Fakten warum ich Denke
das ein bestehendes „Park-Konzept“ nach 10 Jahren von den Bürgern reflektiert und hinterfragt werden sollte. Der Park verliert m.E. an Akzeptanz in der Oelder Bevölkerung zumindest zeigen dies die seit 2002 bis 2008 sinkenden Zahlen der verkauften Parkkarten (als Dauerkarte und Tageskarte). Die Zahl der Parkkartenbesitzer ist von 2002 ausgehend um fast 50 % gesunken!
Nahezu 2000 Familien weniger haben in 2008 eine Dauerkarte erworben.
Sollten nicht alle Oelder die diesen Park Erhalten sehen wollen eine Parkkarte besitzen? Nur ein Bruchteil der Oelder sind im Besitz einer Dauerkarte, wahrscheinlich aus den Unterschiedlichsten Gründen. Dieses sollte m.E. eher in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt werden.
Meine Position ist klar! Aber Offenheit bedeutet auch den Mut zu haben, den Bürger um seine Meinung zu fragen. Darum will die Oelder SPD den Bürgerentscheid zu diesem Thema.

Wir werden nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg entscheiden, was aus dem Park ab 2011 werden soll.

 

Einen statt spalten

Florian Umlauf

Leserbrief von Matthias Bartsch und Florian Umlauf

Der derzeitige Bürgermeister nennt den Oelder Bürgern keine ehrlichen Alternativen. „Erhalt statt Verfall“? – Den Verfall, da sind wir uns sicher, will nun wirklich keiner. Der favorisierte freie Eintritt in den Vier-Jahreszeiten-Park und der gleichzeitige Erhalt des Stadtparks in seiner jetzigen Form, stehen keineswegs im Gegensatz zueinander. Die SPD steht für die Option, dass die Tore des Stadtparks am Tag offen stehen und in der Nacht weiterhin geschlossen bleiben. Durch populistische Äußerungen, wie sie unser Bürgermeister in der Presse verbreitet, werden den Oelder Bürgerinnen und Bürgern keine ehrlichen Alternativen angeboten. Selbst unsere hohen Zäune und Mauern sind keine Garantie dafür, dass der Park oder unsere geschaffenen Werte nicht von den sogenannten Vandalen heimgesucht und beschädigt werden. Wir können schließlich nicht zu unserer scheinbaren Sicherheit um ganz Oelde einen Zaun ziehen. Hier werden vom Bürgermeister bewusst Ängste geschürt.

Der Stadtpark gehörte seit jeher den Oelderinnen und Oeldern und wir möchten, dass es wieder so wird. Es würde hierdurch nicht einmal eine finanzielle Belastung für unsere Stadt entstehen.
Überhaupt entsteht bei uns gegenwärtig der Eindruck, dass der Bürgermeister versucht von seinen eigenen Problemen abzulenken. Denn er kennt sich mit seinem eigenen Slogan „Erhalt statt Verfall“ nur zu gut aus, da er hundertprozentig den Kern der Probleme, die sich in den letzten Jahren rund um die Innenstadt aufgetan haben, trifft. Favorisierte „blühende Landschaften“ am Stadtrand (Auepark), Fehlplanungen bei der Gestaltung der Innenstadt Nord, Verfall des ehemaligen KOM’s und keine Alternativen in Sicht. Von einem Bürgermeister erwarten wir, dass er die Bürger eint statt spaltet. Für Oelde wünschen wir uns einen anderen Politikstil.

Der von Matthias Bartsch und Florian Umlauf zu diesem Thema verfasste Leserbrief vom 31. März 200) ist unter dem folgenden Link abrufbar:

Leserbrief

 

Sport genießt nicht oberste Priorität

Francisco Rodriguez

Leserbrief von J.-Francisco Rdoriguez

Die Oelder Verwaltung stellte am Montag dar, dass es zu starken Engpässen bei der Hallennutzung und – belegung komme. Es würden weitaus mehr Einheiten von Sportvereinen und Schulen nachgefragt als Kapazitäten vorhanden wären. Daher sei eine Kapazitätserweiterung wünschenswert – „sofern für diese Projekt irgendwann finanzielle Mittel bereit stünden“. Des Weiteren sei man mit dem TV Jahn in Verbindung um gegebenenfalls gemeinsam einen Anbau an die Olympiahalle zu setzen.
Die Verwaltung schien – im Gegensatz zu den Ausschussmitgliedern - das Ergebnis dieser Untersuchung nicht überrascht zu haben. Die Ausführungen hörten sich an, als sage man: „wir wissen dies schon länger, aber wir fassen das mal für sie zusammen.“ Nun, wenn man einen derartigen Engpass kennt, der sich laut Prognose noch verschärfen könnte, wäre es wohl Pflicht einer Verwaltung sich mit der Politik frühzeitig über Möglichkeiten zu beraten – Fehlanzeige. Aufgabe der Politik ist es dann Prioritäten zu setzen. Die Aussage „irgendwann finanzielle Mittel bereit stünden“ kann man nur als Aussage der Verwaltung verstehen, dass andere Projekte wichtiger sind - zumindest bis 2012.
Schließlich schafft es die Verwaltung in Oelde durchaus die Ratsmehrheit von „wichtigen“ Dingen zu überzeugen und bekanntlich wird in Oelde noch in Infrastruktur investiert. Beispiele: vorgesehene 1,5 Millionen für ein Parkhaus, knappe 600.000 Euro genehmigte Mehrausgabe für die Innenstadt Nord, ca. 350.000,-- zunächst geplante Ausgabe für einen Kreisverkehr an der Letter Straße, knapp 500.000,-- Entschädigungen für Vorfinanzierungen an den Kreis Warendorf für die K13 und 315.000,- Euro für den plötzlichen Ausbau des Weitkampwegs am Hallenbad. Eine Hallenerweiterung am Schulzentrum, zumal wenn sich Oeldes größter und wahrscheinlich finanzstärkster Sportverein beteiligt, scheitert daher meines Erachtens derzeit eher am „Wollen“ statt am „Können“. Aber dies ist in Oelde leider keine neue Erfahrung…

 

Bezirksausschuss Sünninghausen: Kompetenzen beschnitten?

Peter Kwiotek

In der letzten Bezirksausschusssitzung vom 30.Oktober 2008 unter
Tagesordnungspunkt 6 „Sachstand der Planung für den Ausbau der Dorfstraße“ empfahlen alle Ausschussmitglieder einstimmig die weitere Beratungsfolge zur Vorgehensweise der Erneuerung der Dorfstraße.

1. Erstellung der Entwurfsplanung
2. Abstimmung- Grundlagengespräche mit dem Srtaßenbaulastträger
3. Vorstellung im Bezirksausschuss- Hinweise, Anregungen
4. Ausführungsplanung, Detailplanung, Kostenschätzung
5. Vorstellung im Planungsausschuss
6. Anliegerversammlung- Planung, Kosten, Beiträge, zeitliche Umsetzung
7. Haupt- und Finanzausschuss
8. Ratsitzung- Verabschiedung
9. Umsetzung der Baumaßnahme

Ich habe Wert darauf gelegt, dass nach Punkt 6. nochmals eine
Bezirksausschusssitzung anberaumt werde, wenn erforderlich.

Dann kam alles anders!

Dieses wichtige Thema wurde am 11.März 2009 auf die Tagesordnung unter Tagesordnungspunkt 12. des Ausschusses für Planung und Verkehr genommen.

(Das Thema wurde im Ausschuss dann nicht behandelt, was in der Sitzung erst zu einem sehr späten Zeitpunkt bekannt gegeben wurde und sehr zur
Verärgerung der anwesenden Anwohner geführt hat)

Der Bürgermeister präsentiert den ersten Ausbauplan mitten auf der
Dorfstraße. (Die Glocke berichtete am 11.März 2009) Und wollte mit dem
Stadtbaudezernenten die Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt Oelde und dem Kreis Warendorf in der Planungsausschusssitzung vorstellen.

Ich frage mich, ist das Wahlkampf oder Beschneidung der Kompetenz des
Bezirksausschusses?

Das wäre schade, denn so ein wichtiges Thema für Sünninghausen, muss man zuerst im Ausschuss und mit den Anliegern besprechen, was in der
Vergangenheit auch immer ein guter Brauch war.

Da diese Baumaßnahme wichtig für unseren Ort ist, soll sie in der
Bezirksausschusssitzung am Dienstag, den 31.März 2009 vorgestellt und
beraten werden.

Da ich die berechtigten Sorgen der Anlieger kenne, bin ich mir sicher, dass
sich durch die jetzigen Planungen eine zufriedene Lösung für alle
Betroffenen abzeichnet, zum Wohle unseres lebenswerten Sonnendorfes.

 

Zum Rücktritt Bäumkers

Rainer Fust

Leserbrief von Rainer Fust

Schade. Ein hoffnungsvoller Nachwuchspolitiker der CDU gibt sein Vorstandsamt ab. Zuvor ist der bisherige Stadtverbandsvorsitzende der Oelder CDU, Hartmann, zurückgetreten. Was in der CDU im Einzelnen vorgefallen ist, wissen wir nicht und das ist letztlich Sache der CDU.

Dass ein Vorsitzender die Segel streicht, ist in einer demokratischen Partei für Sozialdemokraten nun wirklich nichts Besonderes. Aber dass nun der Ortsvereinsvorsitzende Bäumker auch noch geht, das ist kommentierenswert. Bäumker geht bestimmt nicht freiwillig, und ein Druck von der Basis aus ist nicht erkennbar.

Dagegen ist es kein Geheimnis, dass es zwischen dem Bürgermeister Predeick und Bäumker Konflikte gibt. Auch das ist in einer Partei mit Streitkultur nichts Besonderes. In der Oelder CDU aber werden unbequeme Geister praktischerweise kaltgestellt.

Der Bürgermeister muss in der nächsten Wahl um sein Amt kämpfen und glaubt wohl, er brauche dafür eine stromlinienförmige Partei. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Gresshoff, meinte zwar öffentlich, Bäumker habe sich nichts vorzuwerfen, und Junkerkalefeld schweigt laut und deutlich, gestützt haben sie aber wohl Bäumker beide nicht – sonst wäre er wohl kaum zurückgetreten.

Wer auch immer innerhalb der Oelder CDU in Opposition zu Bäumker stand oder steht und ihn zu diesem Schritt gedrängt hat, hat einen fähigen und eloquenten Mann zunächst einmal „verhindert“. Die Zusammenarbeit der CDU Fraktion wird dadurch wohl betroffen werden, da erfahrungsgemäß in solchen Situationen der Riss durch die gesamte Partei geht.

Zudem könnte der Verjüngungsprozess der Oelder CDU nun rückwärts gedreht werden. Für die SPD eigentlich eine bequeme Situation, wenn eben die Personallage innerhalb aller Parteien nicht so prekär wäre. Und deshalb eben „schade“...(r.f.)

 

Zum Schluss Nachteile für alle Oelder

Ralf Dickmann

Leserbrief von Ralf Dickmann und Christoph Mackel

Nun ist offensichtlich geworden, was vielen Oeldern schon lange Zeit bewusst war, jedoch von der CDU immer schöngeredet wurde: Der Chef der mitgliederstärksten Ortsunion Oelde, Oliver Bäumker, hat seine Partei tief gespalten und manövriert sie und damit auch die größte Oelder Ratsfraktion in Richtung Handlungsunfähigkeit.
Der Rücktritt des Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands Oelde, Herbert Hartmann, reiht sich ein in eine Folge parteiinterner Auseinandersetzungen und Fehlentscheidungen, die zum Schluss zum Nachteil aller Oelder Bürger gereichen dürften.
Man vergegenwärtige sich die Fehler der jüngsten Vergangenheit: Die dem Interesse der Oelder Bürger zuwiderlaufende Planung der „Innenstadt Nord“ mit einer Verkehrsführung, die es auswärtigen Besuchern zukünftig erschweren dürfte, „Oelde Mitte“ überhaupt anzusteuern, der auf „Gutsherrenart“ gestartete, laienhafte Versuch der Einrichtung weiterer Ganztagsschulen oder die schleppende Untersuchung der Ursachen für das verheerende Hochwasser im Jahre 2007.

 

Keine Einzelleistung

Florian Umlauf

Leserbrief von Florian Umlauf

Wer aus einem Land wie Indien zurückkehrt, sollte von Demut und dem Eindruck geprägt sein, dass dort die Errungenschaften eines Landes auf Milliarden von Individuen beruhen. Schlicht abwegig klingt da der Versuch, alles Positive aus den letzten zehn Jahren der Person des Bürgermeisters zuzuschreiben. Das zeugt für mich von wenig demokratischem Verständnis und lässt jeden einzelnen Bürger, der sich in den letzten Jahren in Oelde engagiert hat, kalt stehen.
Die Landesgartenschau war längst beschlossene Sache, als Bürgermeister Predeick sein Amt angetreten hat. Der Familienpass geht auf die Initiative der Oelder SPD zurück und wird seit Jahren von der CDU konterkariert. Des weitern ist die Vergrabe von einem Grundstück zum Neubau einer Schule nicht als Wohltat des Bürgermeisters zu werten. Muss man diesen Bürgermeister den heute schon dafür loben, wenn er einfach nur seinem Job nachkommt?
Die Idee zu einem ganzheitlichen Lernkonzept gab es in der SPD schon seit einigen Jahren. Diese Ideen wurden auch offensiv nach außen getragen und finden sich heute in der neunen Hochglanzbroschüre der Stadt wieder. Davon kann sich jeder gerne selber überzeugen.
Das Gewerbegebiet Aurea ist ein Kind welches seine Wurzeln im Kreis Gütersloh hat. Die heutige Fläche war einst als Mülldeponie geplant, die sich durch eine göttliche Fügung selbst erübrigt hat. Zurück blieb damit dem Kreis Gütersloh eine riesige Freifläche mit schon damals vorgesehenem Autobahnanschluss.
Für den Schuldenabbau bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Oeldern Betrieben, die in den letzten Jahren wegen einer gut laufenden Konjunktur eine Menge zusätzlicher Gewerbesteuereinnahmen geleistet haben. Eine Leistung des Bürgermeisters wäre es gewesen, wenn er frühzeitig Schulden mit Guthaben der Stadt ausgeglichen hätte. Denn Sollzinsen sind bekanntlich höher als Guthabenzinsen. Eine Prüfung ob dies möglich sei, hatte die SPD bereits zum Haushalt 2006 beantragt. Knapp zwei Jahre später ist man dem nachgekommen und freut sich prompt über Einsparungen in Höhe 68.000 Euro jährlich. Hätte dies zwei Jahre früher stattgefunden, wäre eine Gesamteinsparung von mindestens 136.000 Euro möglich gewesen. Was hätte man nicht alles im sozialen Bereich davon finanzieren können, wo doch nie für Geld "über" gewesen ist.

Zum Thema Bildung

 

SPD braucht keine Feindbilder

Rainer Fust

Leserbrief von Rainer Fust

In einem Kommentar mit der Überschrift „Offenes Wort hätte gut getan“ wendet sich Herr Martin Gog an die CDU, und insofern könnte uns der Artikel gleichgültig sein.

Aber leider schreibt er: „Dass die Sozialdemokraten zum Angriff auf ihr Lieblingsfeindbild bliesen, um das Fehlen eigener personeller Alternativen zu vernebeln, wird das Stadtoberhaupt … nicht sonderlich erstaunt haben.“

Hier irrt Herr Gog: Bürgermeister Predeick ist nicht unser Lieblingsfeinbild! Mit Feinden arbeitet man nicht zusammen. Und die Zusammenarbeit im Rat zu Gunsten unserer Bürger ist im Gegensatz zur Auseinandersetzung der Normalfall. Die Sozialdemokraten in Oelde haben in Oelde keine Feindbilder, allerdings eigen politische Vorstellungen, die von denen des Bürgermeisters und der CD durchaus abweichen. Das mindert nicht unseren Respekt vor Herrn Predeick, auch wenn wir der Meinung sind, dass er nicht so erfolgreich war, wie er von der hiesigen Presse immer dargestellt wird. Dass nun auch in der CDU die Meinungen über die Amtsführung – nicht über die Person – des Bürgermeisters geteilt sind, wundert uns eigentlich nicht…

 

Links von der SPD beginnt das Chaos!

Florian Umlauf

Leserbrief von Florian Umlauf (Oelde) und Daniel Kunstleben (Sendenhorst)

Nun ist es amtlich, obwohl es schon längst hätte jedem klar sein müssen. Linksseits der SPD kommt nichts Gutes zustande. Die sogenannte Links- Partei hat binnen kürzester Zeit im Kreis Warendorf ihren dritten Vorstand zerschlissen. Die Spannung darüber, was wohl aus einem vierten Vorstand werden könnte, lässt spürbar nach.

Was hätte auch anderes aus diesem zusammengewürfelten Haufen entstehen können? Der Zusammenschluss von Altkommunisten der PDS und Mitgliedern der WASG war nichts anderes, als ein politisches Zweckbündnis, getreu dem Motto: Zusammen fischt es sich besser- oder: Der Feind meines Feindes ist mein Freund! Doch hier wuchs vielmehr zusammen, was nicht zusammen gehört. Kommunisten mit Kommando am Steuer einer demokratischen Partei? - Ein Bild welches für sich alleine spricht.

Tragisch zudem, wenn es nicht mehr möglich ist, einen Kreisvorstand ohne Unterstützung und Moderation des übergeordneten Landesverbandes zu wählen. Bei den Linken scheint nicht nur das Tischtuch zerschnitten zu sein. Man hat ehr den Eindruck, dass sich die Tischgesellschaft mit gezücktem Messer gegenüber sitzt. Wahre und große Worte sprach daher der ehemalige Ahlener Bürgermeister Horst Jaunich, als er anlässlich der Ausstellungseröffnung „links und frei“ mit Blick auf die sogenannte Linkspartei formulierte: „Links von der SPD beginnt das Chaos“! Und wer nun gemeint hat, dass wäre platte politische Polemik, sieht sich im Kreis Warendorf eines Besseren belehrt.

Die SPD hat seit 150 Jahren alles überwunden, was mit ihr von Links und Rechts auf Kollisionskurs gegangen ist. Wir als Juso Kreisverband Warendorf möchten jenen Vernünftigen die Hand reichen, die sich mit dieser Chaostruppe nicht identifizieren können und sich gleichfalls zur Sozialen Marktwirtschaft bekennen. Es war schließlich niemand geringeres als Willy Brandt, der kurzzeitig sein Heil in der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) suchte, um doch letzten Endes mit größter Überzeugung in die SPD zurückzukehren.

 

Bürgermeister Predeick verliert Rückhalt

Francisco Rodriguez

Leserbrief von J.-Francisco Rodriguez

Im Allgemeinen ist der Gradmesser bei Spitzenkandidaturen - ob im Bund, Land oder auf kommunaler Ebene – der, in wie weit der Kandidat oder die Kandidatin die magische 90% Grenze überschreitet. 80% Bereiche – vor allem bei der sich gern als einig und geschlossen zeigenden CDU - gelten da fast schon als nicht gut inszenierte Versammlungen der Parteistrategen. Insofern sind die gerade einmal 74% Zustimmung für einen Amtsinhaber - ohne Gegenkandidatur - schon als Aufstand oder zumindest als Ohrfeige zu interpretieren. Es bedeutet, dass mehr als ein Viertel der CDU Oelde Predeick als Bürgermeister nicht will. Bedauerlich, dass die sonst gern positiv zum Bürgermeister Predeick kommentierende Lokalzeitung hier schweigt. Wenn ein „solch erfolgreicher“ Bürgermeister wie Herr Predeick in seiner eigenen Riege nicht einmal eine dreiviertel Mehrheit an Zustimmung bekommt, ist das Ausdruck einer eben nicht erfolgreichen Politik - insbesondere in den letzten vier Jahren. Diese Politik der CDU und ihres Spitzenpersonals ist geprägt durch Pleiten, Pech und Pannen.

Erinnert haben sich die CDU Mitglieder bei der Kür Predeicks anscheinend an das schlechte Hochwassermanagement der Stadt, an die EVO- Affären, an die gescheiterte Kandidatur Predeicks für das Landratsamt, an die peinliche und sture Haltung in Bezug auf die Planung „Innenstadt Nord“, an die Zahl von über 400 Kindern in Oelde die in Armut leben und einiges mehr.
Angesicht der Tatsache, dass die Stadt Oelde in der Ära vor Predeick vergleichsweise „schuldenfrei“ war, ist der Schuldenstand von über 44 Millionen Euro keineswegs als Pluspunkt des „erfolgreichen“ Bürgermeisters zu sehen. Doch die CDU sollte sich den Schuh selbst anziehen. Als größte Fraktion hätte sie jederzeit auf ihren Bürgermeister einwirken können. Insoweit hat sich die Oelder CDU durch dieses Wahlergebnis selbst ein schlechtes Zeugnis Ihrer Politik ausgestellt.

 

Vermehrt auf junge Köpfe setzen

SPD Oelde

Leserbrief von Florian Westerwalbesloh und Florian Umlauf

Da hat die CDU Ortunion Oelde, als größter politischer Verband in unserer Stadt, vergangenen Donnerstag die Katze aus dem Sack gelassen und sein Personal für die Kommunalwahl im nächsten Jahr vorgestellt, doch aus dem Sack schleicht sich nur ein alt gewordener Kater. Im Durchschnitt habe man sich verjüngt heißt es und doch, wir Jusos treten damit hoffentlich niemand zu nahe, findet sich unter den genannten CDU Kandidaten keiner unter 35 Jahren. Festzuhalten bleibt, dass weder die CDU Ortsunion Oelde noch die Ortsunion Stromberg dazu beitragen, dass der künftige Rat der Stadt Oelde ein Spiegelbild der Gesellschaft abbildet. Dabei hatte sich die Junge Union noch im Januar 2007 an alle Parteien im Stadtrat gewandt und gefordert: „[das die Parteien] den Mut haben [sollten], bei den nächsten Kommunalwahlen jungen Leuten gezielt eine Chance auf einen Sitz im „richtigen“ Stadtrat zu geben und ihnen aussichtsreiche Plätze auf den Stimmzetteln zusichern. Dort könnten Jugendliche dann wirklich effektiv ihre Interessen vertreten.“ Heute hat die CDU dieses junge Personal nicht mehr oder, was noch viel schlimmer wäre, sie wollen dieses junge Personal nicht. Dabei bleibt dann nur noch die Frage wie die CDU der Jugend eine Chance in dieser Gesellschaft geben möchte, wenn sie es nicht einmal in der eigenen Partei schafft.
Wir Jusos sind in unserer Partei fest verankert und tragen jetzt schon einiges zur Fraktionsarbeit in der SPD bei. Mit dieser stark gewachsenen Struktur sind wir uns sicher, dass wir auch dieses Mal wieder mit jungen Leuten unter 35 Jahren für den Stadtrat kandidieren werden und erfolgreich in den Stadtrat einziehen werden. Dem Juso-Kreisverband ist es jetzt schon gelungen, ein positives Votum des SPD Kreisvorstandes für einen Juso Listenpatz mit der Nummer 5 für den Kreistag zu erhalten. Die CDU wäre gut beraten sich daran ein Beispiel zu nehmen und mehr auf jüngere Köpfe zu setzen, statt auf konservierte Konservative.

 

Neues Sparkassengesetz

Florian Umlauf

Leserbrief von Florian Umlauf (Oelde) und Daniel Kunstleben (Sendenhorst)

"Wenn die CDU- Kreistagsfraktion, wie die gesamte NRW- SPD, das Sparkassenmodell ablehnt: Nur zu! Das Gesetz soll in Kürze vom CDU- FDP- geführten Landtag verabschiedet werden. Jetzt hat die CDU- Kreistagsfraktion noch ausreichend Zeit, sich der Unterstützung ihrer Landtagsabgeordneten Reinhold Sendker und Berbhard Recker zu versichern. Die beiden müssen nur einfach gegen diesen Gesetzentwurf stimmen. Und mit Unterstützung ihrer eigenen Kreistagsfraktion im Rücken, sollte das doch wohl auch in der CDU- Landtagsfaktion vertretbar sein, oder?

In diesem Zusammenhang von einem Druck der FDP auf die Regierung zu reden, ist ein reines Täuschungsmanöver. Gesetze werden nicht von der Landesregierung verabschiedet, sondern ausschließlich von den Abgeordneten. Von denen stellt die CDU 89, die FDP gerade einmal zwölf.

Das Sparkassengesetz gerade jetzt zu verabschieden, im Hoch der Finanzmarktkrise, wäre ein schwerwiegender Fehler. der CDU- FDP- Koaliation. Die Sparkassen haben aufgrund ihrer Sonderrolle als öffentliche Banken in der aktuellen Krise eine stabilisierende Wirkung.
Aufgrund ihres Geschäftsmodells genießen sie großes Vertrauen der Sparer. Wenn ihr öffentlich- rechtlicher Status jetzt Schaden nimmt, bringt das nur weitere Unruhe in den Finanzmarkt. Nimmt die CDU das etwa aus Angst vor der FDP in Kauf?"

 

Bürger bleiben auf der Strecke

SPD Oelde

Leserbrief von Florian Westerwalbesloh

Bisher waren die Ausschüttungen der Sparkassen am Prinzip der Gemeinnützigkeit orientiert. Deshalb haben viele sozialen Vereine, Sport- und Kulturorganisationen Unterstützung von der Sparkasse erhalten. Zukünftig sollen die Ausschüttungen sich nur noch am Gemeinbedarf orientieren und im Ermessen der kommunalen Träger liegen. Viele Organisationen und letztlich die Bürger bleiben dann auf der Strecke. Außerdem haben viele Kritiker davor Angst, dass die Sparkassen auf Dauer privatisiert werden könnten. Die Folgen einer solchen Entwicklung wären verheerend. Zum Beispiel, wenn nicht mehr jeder Bürger ein Girokonto haben könnte.

 

Nachhilfe für den CDU- Ortsverein Oelde

Leserbrief von Josef Krause

In der Versammlung der CDUOrtsunion Oelde hat deren Vorsitzender, Oliver Bäumker, in seinen Ausführungen (vgl. „Die Glocke“, 24. April) den „politischen Mitbewerbern“ vorgeworfen, bei der Einführung der Offenen Ganztagsgrundschule, „davon abzulenken, dass sie erst nach uns (gemeint ist die CDU) auf die Idee gekommen sind“. Diese „Mitbewerber“ hätten „eilig
vor Schulen Plakate aufstellen müssen, in der Hoffnung, dass etwas Glanz auf sie abfällt“.
Wen Herr Bäumker auch immer mit „die politischen Mitbewerber“ meint – sollte es die SPD sein, so sei hier nochmals deutlich gesagt: Aufgrund der entsprechenden Protokolle (zum Beispiel Hauptausschuss und Rat) ist einwandfrei ersichtlich und nachweisbar, dass die Initiativen zur Einrichtung der Offenen Ganztagsgrundschule in Oelde von der SPD ausgegangen sind. Das wissen Sie auch, Herr Bäumker, denn Sie waren in den Sitzungen anwesend, und die Protokolle zum Nachlesen haben Sie sicherlich auch.
Die SPD hat in unserer Stadt – wie auch landesweit – sich nachdrücklich
für die Offene Ganztagsgrundschule eingesetzt, als die CDU noch zum Teil ablehnend diesem Vorhaben gegenüberstand. Zur Erinnerung: Das
Erfolgsprojekt „Offene Ganztagsgrundschule“ wurde entwickelt, als Gabriele Behler (SPD) Schulministerin in Nordrhein-Westfalen war. In vielen Städten
und Gemeinden mit SPD-Mehrheit gelang es sehr schnell, diese neue Schulform einzurichten. In Kommunen mit CDU-Mehrheit hat es – wie in Oelde – länger gedauert.
estrichen werden sollte, dass die Bundesregierung unter SPDFührung
4 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat, um Investitionen
in den Städten und Gemeinden, die bei der Einrichtung der Offenen Ganztagsschulen notwendig wurden, zu finanzieren.
Die frühzeitige Einreichung von Anträgen, damit Finanzmittel
aus diesem Bundesprogramm nach Oelde fließen, wurde von der SPD-Ratsfraktion beantragt. Leider kam auch hier nur ein verhaltenes Echo von der hiesigen CDU.
Ein bisschen mehr Wahrheitsliebe stände Herrn Bäumker und der CDU, die ja zudem noch das Wörtchen „christlich“ im Namen führt, gut an. Der geneigte Leser mag beurteilen, wer hier nachträglich den Versuch unternimmt „damit Glanz auf ihn abfällt“.

Befürworter haben Oelder Politik einen Bärendienst erwiesen

Francisco Rodriguez

Leserbrief von J.-Francisco Rodriguez

Ich muss mich wohl für mein unzureichendes Vertrauen gegenüber dem Bürgermeister und seiner CDU entschuldigen. Habe ich doch tatsächlich irrigerweise geglaubt, dass wenn ein Antrag lautet (Zitat Protokoll): „(Mittel für) eine Veranstaltung mit Kosten von maximal 30 000 Euro stattfinden zu lassen“, wirklich nur eine Veranstaltung gemeint sei. Und bei Kosten habe ich wirklich gedacht, das kostet etwas und ist nicht nur so eine Art „Bürgschaft“ wenn alles schief läuft – so wie ein Bürge bei der Bank.
Der Bürgermeister sagt, dass das, was da im Antrag stünde niemals geplant gewesen sei. Der – niemals dem Rat oder dem Ausschuss orgelegte Antrag – laute ganz anders. Warum stimmt der Bürgermeister dann bei der Abstimmung für einen so „missverständlichen“ Antrag.
Hätte er nicht der FDP vorformulieren können: „Wir wollen ganz schrecklich viele Sachen für Jugendliche, so Musik und so, die eigentlich nix kosten sollen, dürfen, müssen.
Aber wenn all die tollen Sachen was kosten, dann aber alle, die ganz vielen zusammen – wenn überhaupt – aller-aller höchstens 30 000 Euro. Aber nur wenn das auch wirklich gar nicht anders geht und kein einziger Jugendlicher auch nur einen müden Euro bezahlen will.“ Ich glaube, den
Antrag und die Absicht hätte ich dann viel besser verstanden und hätte mich nicht „sichtbar zurückhalten müssen“ (Zitat „Die Glocke“, 21. März).
Ich hatte weiterhin wirklich geglaubt, und habe auch noch mal bei meinen Fraktionskollegen nachgefragt, dass der finanzielle Schaden für die Stadt maximal 30 000 Euro betragen kann – halt der Zuschuss, pardon
die Verlustabdeckung.
Nun lese ich, Herr Predeick wolle „finanziellen Schaden abwenden“. Heißt das, diese eine (oder waren das doch ganz viele?) Veranstaltung(en) hätte(n) noch mehr als 30 000 Euro Verlust bringen können.
Wer hätte denn dann für den Rest gerade gestanden? Fakt ist: CDU, FDP, Bürgermeister, Verwaltung, Forum, FWG und Grüne haben sich und
der Oelder Politik einen Bärendienst erwiesen. Gut für Oelde, dass es eine kritische Öffentlichkeit gibt, die sich bei offensichtlichen Fehlentscheidungen zu Wort meldet. Auch wenn es den oben genanten Verantwortlichen hierbei nicht passt: das ist Demokratie – und das ist gut so!

 

Kürzungen contra Pop-Konzert

Florian Umlauf

Leserbrief von Florian Umlauf

Es ist eine Unglaublichkeit, wie die FDP- und die CDUFraktion
mit öffentlichen Steuergeldern umgehen. Kaum vorstellbar, aber noch vor nicht ganz einem Jahr wurde im Jugendhilfeausschussn beschlossen, die Förderung der außerschulischen Jugendarbeit freier Träger in Oelde um etwa 20 Prozent herabzusetzen.
Die Jugendleiterpauschalen wurde gesenkt, auch die Förderung der Kinder- und Jugendfreizeiten und die Zuschüsse für Jugendorganisationen (Jusos erhalten kein städtisches Geld). Insgesamt waren bisher dafür etwa 16 000 Euro angesetzt worden. Begründet wurde die Kürzung mit einer angespannten Haushaltslage.
Und jetzt sollen auf einmal 30 000 Euro für ein Konzert ausgegeben werden. Ungefähr doppelt so viel, für ein Tagesevent? Was ist uns wichtiger? Ehrenamtliche Jugendarbeit oder die Subventionierung deutscher Popindustrie? Haben wir auf einmal soviel Geld, dass wir nicht mehr wissen,
wohin damit?
Als letztes möchte ich noch etwas mit auf den Weg geben. Wir haben gute talentierte Musiker in Oelde. Kann sich niemand vorstellen, dass auch diese gefördert werden möchten? Schon mit deutlich weniger Geld als 30 000 Euro
könnte man mit ihnen gemeinsam ein Open-Air-Konzert auf der Oelder Waldbühne organisieren. Das würde ich von verantwortlicher Jugendpolitik
erwarten.

 
 

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